Das große Trainer-Interview ...

Der Fußballclub Zeltweg, der im Vorjahr aus der Landesliga abgestiegen ist, durchlebte nun in der Hinrunde der Oberliga Nord wahrlich keine einfache Zeit. Letztendlich ist es dem jetzigen Ex-Trainer Martin Rosol mit seiner Truppe aber doch gelungen, zumindest den Tabellenanschluss zu wahren. Mit 14 Punkten aus 13 Spielen rangiert man nach dem Herbstdurchgang am 12. bzw. drittvorletzten Rang. Die Abstände sind aber doch sehr gering, so weist der Sechste Murau gerade Mal vier Zähler mehr auf. Ab sofort hat nun das Trainerduo Gerhard Griesenauer/Christian Puster das Sagen auf der Zeltweger Seitenoutlinie. Mit der Erfahrung der Fußballkenner, beide kennen den Verein sowohl als Spieler als auch als Betreuer allerbestens, soll nun im Frühjahr der Klassenverbleib in der Oberliga Nord gesichert werden. Wie sieht Christian Puster den gegebenen Sachverhalt bzw. was erwartet er von der nahen Zukunft. Nachfolgend stand er bei einem ausführlichen Interview Rede und Antwort:

Wer genau hat jetzt das Sagen im sportlichen Bereich?

"Ich stehe mit Gerhard Griesenauer, der mit seiner Erfahrung sehr viel einbringen wird, im ständigen Austausch. Was dann gleichbedeutend damit ist, dass wir uns auch absprechen werden, wenn es darum geht die richtigen Lösungen zu finden."

Die Zeltweger Leistungskurve war zuletzt doch im sinken begriffen. Was ist der Hauptgrund dafür, dass man letztlich trotzdem die Klasse halten wird?

"Zuerst gilt es in der Vorbereitung die bestmögliche Formation zu finden bzw. zeigt der gesamte Kader die Bereitschaft, auch eingesetzt zu werden. Wenn dann noch die erforderliche Initialzündung in Form eines raschen Erfolgserlebnisses dazukommt, könnte es doch sein, dass es uns gelingt, die ungeliebte untere Tabellenregion zu verlassen."

Wie zufriedenstellend ist die momentane Kaderdichte?

"Mit 20 - 24 Spielern sind wir doch sehr ordentlich aufgestellt. Natürlich sind auch noch junge, unerfahrene Spieler mit dabei. Das Potenzial bzw. der Biss ist bei den Burschen vollends vorhanden, demnach werden diese auch zu ihren Einsätzen kommen."

Die Zeiten in der Regionalliga Mitte bzw. Landesliga scheinen vorerst doch der Vergangenheit angehören. Wohin führt der Weg des FC Zeltweg in naher Zukunft?

"Das Bestreben bzw. Vorhaben des gesamten Clubs ist es sich nun in der Oberliga Nord zu halten bzw. dann in weiterer Folge zu stabilisieren. Diesem Nahziel gilt es nun in der Rückrunde auch alles unterzuordnen."

Wie sieht das Aufbauprogramm aus bzw. wie verliefen die ersten Testspiele?

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"Auf der "hauseigenen" Kunstrasenanlage finden wir wie alle Jahre wiederum die besten Bedingungen für die Vorbereitung vor. Bislang konnten wir gegen die Unterligisten Fohnsdorf (3:0), St. Margarethen/Kn. (4:1), Pöls (4:0) und St. Peter/Kbg (6:4) vier doch deutliche Siege einfahren. Gegen die Kobenzer hatten wir beim ersten Probegalopp knapp mit 0:1 das Nachsehen."

Welche Kaderveränderungen gab es in der Winterübertrittszeit?

"Alex Breban (Judenburg) und Marco Baumgartner (Unzmarkt) sind als Abgänge zu verzeichnen, Stefan Hirzberger (Judenburg) kommt wieder retour zum FCZ. Weiters hat sich unser ehemaliger Keeper Manuel Reinwald bereit erklärt auszuhelfen."

Welche Mannschaften werden sich den Meistertitel in der Oberliga Nord ausmachen?

"Gut vorstellbar, dass St. Michael erstmalig den Sprung in die Landesliga bewerkstelligt. Kindberg-Mürzhofen und Judenburg sollte man aber nicht außer Acht lassen bzw. sind diesen durchaus auch Chancen zum zubilligen."

Beim Frühjahrsauftakt am 17. März bekommt man es zuhause mit Herbstmeister St. Michael gleich mit einem echten Gradmesser zu tun.

"Wir werden von der ersten Minute an alles investieren um die nötigen Tore bzw. Punkte auf die Habenseite zu bringen. Gegen den Meisterschaftsfavoriten gilt es alles rauszuhauen, im Prinzip können wir bei diesem Spiel als krasser Außenseiter nur gewinnen."

Wo ist der FC Zeltweg in der Endabrechnung Anfang Juni in der Tabelle zu finden?

"Ein Nichtabstiegsplatz ist und bleibt unser Saisonziel, das es mit vereinten Kräften zu erreichen gilt. Nach Möglichkeit soll dabei auch die Relegation vermieden werden, was dann soviel bedeutet, dass es schlussendlich zumindest der 12. Tabellenplatz werden soll."

Ist es vorstellbar, dass das Trainerengagment im Duett über den Sommer hinausgeht?

"Vieles scheint möglich, zuerst aber gilt es vereint am grünen Rasen die nötigen Erfolge einzufahren, damit der FC Zeltweg auch in der Spielzeit 2018/19 in der Oberliga Nord mit von der Partie ist."

 

Vielen Dank für die Interview-Bereitschaft!


Meisterschaftsstart in der Oberliga Nord:

Samstag, 17. März, 14:00 Uhr

FC ZELTWEG - ESV ST. MICHAEL

 

Robert Tafeit


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