Trainer Manfred Unger - Das Interview!

Frischer Wind auf der Trainerbank!

Beim FC Zeltweg, der nach der Hinrunde mit 18 Punkten aus 13 Spielen am 10. Tabellenplatz in der Unterliga Nord B zum finden ist, ist mit Manfred "Mandi" Unger ab sofort ein neuer starker Mann auf der Seitenoutlinie zum finden. Der 49-jährige, der im Besitz der UEFA-A-Lizenz ist und in St. Michael wohnhaft ist bzw. im Anhaltezentrum Vordernberg beruflich tätig ist, hat es dabei am Plan, die junge Zeltweger Garde schon in der Rückrunde einen Schritt weiter in der Entwicklung zum bringen. Erfahrung auf der Betreuerbank bringt Manfred Unger zur Genüge mit. So war er in Kapfenberg bzw. beim LASK beim jetzigen U-21-Teamchef Werner Gregoritsch, ganze 7,5 Jahre bzw. 193 Spiele als Co-Trainer mit dabei. In Leoben, Irdning und beim SC Liezen war dann er der uneingeschränkte Chef in der Coachingzone. Seit Mitte April 2018 war er vereinslos. Jetzt aber brennt der Vorzeigesportler, der mit Günther Kronsteiner, Friedl Rausch, Milan Miklavic, Helmut Kiristis, Petar Segrt und Milan Djuricic, als Spieler mit sechs Trainer das Vergnügen hatte, wiederum darauf, sich aktiv in das Geschehen einzubringen. Für Ligaportal stand Manfred Unger mit einem ausführlichen Interview zur Verfügung:

Die letzte Trainerstation war im vergangenen Sommer der SC Liezen. Was waren die Beweggründe wieder auf die Betreuerbank zurück zu kehren?

"Es ist ganz einfach die Liebe zum Fußballsport, die mich immer wieder auf das Neue fasziniert. Auch die gegebenen Emotionen auf oder neben dem Platz sind mit nichts anderen zu vergleichen bzw. sind die Momente, die man im Teamsport erlebt, immer wieder etwas ganz besonderes."

Was war der erste Eindruck von der Mannschaft?

"Die gegebene Mischung der routinierteren Spieler, die selbst erst Mitte 20 sind bzw. den nachdrängen jungen Löwen, ist eine sehr interessante bzw. vielversprechende. Die Aufgabe, die sich nun dem Trainerteam als erstes stellt ist, dass es gelingt, die talentierten Burschen zu einer entsprechenden Einheit zu formen."

In Zeltweg ist man mitten drin im Neuaufbau. Was ist da in naher Zukunft bzw. in der Rückrunde in der Unterliga Nord B möglich?

"In erster Linie gilt es mit der erforderlichen Konstanz einen weiteren Schritt in die richtige Richtung zu tätigen. Unsere Blickrichtung geht uneingeschränkt nach vorne, was heißt, dass wir es schon auch ins Auge fassen, in absehbarer Zeit wieder in der Oberliga Nord zu spielen bzw. nach Möglichkeit wieder die Nummer 1 im Murtal zu werden."

Die Mannschaft gibt in den Vorbereitungsspielen weitgehenst gute Figur ab. Wurde man im Herbstdurchgang unter dem Wert geschlagen?

"Der 10. Tabellenplatz entspricht mit Sicherheit nicht dem Potenzial, das im Team steckt. Aber die Hinrunde ist abgeschlossen bzw. gilt der Fokus einzig und allein dem Frühjahrsdurchgang. Da gilt es konzentriert an die Sache heranzugehen bzw. das Bestmögliche herauszuholen."

In Zeltweg verfügt man über beste Trainingsbedingungen. Wie sieht die Vorgabe für die anstehenden 13 Frühjahrsspiele in der ULNB aus?

"Wir wollen Spiel für Spiel das Bestmögliche herausholen. Wichtig wird sein, dass die Burschen mit der nötigen Siegermentalität ausgestattet sind bzw. dass man das Gewinnen praktisch mit in der DNA hat."

Der FC Zeltweg begeht im nächsten Jahr sein 100-jähriges Jubiläum. Wie groß ist mit den gegeben Mitteln in absehbarer Zeit die Chance, zumindest wieder an die Oberligatür zu klopfen?

"Die Möglichkeit dafür ist mit Sicherheit gegeben. Die Basis dafür sollte aber bereits in der kommenden Rückrunde gelegt werden bzw. sollte die Spielzeit dazu genützt werden, entsprechend daran zu arbeiten, um dann 19/20 mit den besten Voraussetzungen ausgestattet zu sein."

Der langjährige Trainerkollege Werner Gregoritsch schaffte mit dem U-21-Team die erstmalige Qualifikation für eine EM-Endrunde. Was ist der Mannschaft im kommenden Sommer in Italien/San Marino zuzutrauen?

"Mit Deutschland, Dänemark und Serbien bekommt man ganz schwere Gegner vorgesetzt. Ich habe einige Spiele des ÖFB-Teams gesehen. Da ist einiges an Qualtität vorhanden bzw. traue ich es den Jungs durchaus zu, zu überraschen bzw. den Aufstieg sicherzustellen."

Was war das bisherige Highlight in der Trainerkarriere?

"Der Meistertitel bzw. Bundesligaaufstieg mit den Kapfenbergern im Jahre 2008. Aber auch die Zeit im Ennstal beim ATV Irdning und dem SC Liezen bzw. in Leoben bei der KM II waren etwas ganz spezielles." 

 

Vielen Dank für die Interviewbereitschaft!

 

Photoquelle: FC Zeltweg

by: Ligaportal/Robert Tafeit

 

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