DSC muss Federn lassen ...

DSC muss Federn lassen ...

Nächstes prägnantes Zeltweger Ausrufezeichen in Steiermark höchster Spielklasse. Gegen den von vielen Seiten als Topfavoriten gehandelten DSC verbuchen die Mannen von Robert Früstük einen weiteren hochverdienten Punktezuwachs. Dass die Begegnung die aufgrund beider Spielanlagen prätesziniert ist für berauschenden Angriffs-Fußball weitgehenst nicht in die Gänge gekommen ist liegt vollauf in den Händen von Schiri Gerd Adanitsch der mit einigen nicht wirklich nachvollziehbaren Entscheidungen jede Menge Hektik ins Spiel brachte.

Der Leader aus der Weststeiermark verzeichnet einen Auftakt nach Maß:
Der erste Aufreger erfolgt bereits in der Anfangsphase - Marc Klicnik bricht mit seiner leichtfüßigen Art und Weise durch die DSC-Abwehr - wird dann aber in letzter Instanz zu Fall gebracht. Schiri a2 Adanitsch verweigert jedoch den Elferpfiff und zieht sich dabei erstmallig den Groll der 700 Zuseher im Aichfeld-Oval zu. Dann praktisch im Gegenstoß wird Sebastian Stanzer sträflich vernachlässigt - schnörkellos schließt er den ersten Angriff der Grubisic-Truppe in Spielminute 4 erfolgreich zum 0:1 ab. Beinahe wäre es SKF_Logo_300dpi noch dicker gekommen für die Zeltweger doch selbiger lässt eine tolle Gelegenheit verstreichen (7.). Dann aber ist es der FC Zeltweg der bemüht ist am Temporad zu drehen - Gästekeeper Patrick Krenn macht in Minute 11 das erste Mal Bekanntschaft mit einem Fischer-Schuss. Der Fernschuss vom Japaner Keito Tonami (17.) der nur knapp sein Ziel verfehlt stellt zu diesem Zeitpunkt schon etwas Entlastung für die Deutschlandsberger da. Denn die Heimischen haben in spielerischer Hinsicht doch die Nase vorn - die beste Möglichkeit findet dabei Christian Ritzmaier vor - nach mustergültiger Hausberger-Vorlage scheitert er jedoch aus kurzer Distanz an Torhüter Krenn (23.). In weiterer 2 Folge gelingt es den Gästen sich besser auf das variantenreiche FCZ Angriffsspiel einzustellen - wirklich Zählbares sollte jedoch vorerst ausbleiben. In der Schlussphase der ersten Halbzeit kommt dann wieder mächtig Würze in die Begegnung. Zuerst "übersieht" Adanitsch ein DSC Handspiel im Strafraum - und nach dem darauffolgenden vielumjubelten Fischer-Ausgleich (40.) bzw. einer vergebenen Ritzmaier-Chance steht es dann plötzlich 1:2. Das Verwunderliche daran ist der Zeitpunkt denn der Treffer von Christian Dengg fällt in Minute 45+3 - und das obwohl es absolut keinen Grund für die Überspielzeit gegeben hätte.


In Unterzahlspiel luchsen die Zeltweger dem Leader einen Zähler ab:
Mit dem dementsprechenden Rückenwind kommen die Gäste dann aus der Halbzeitpause. Die Zeltweger stellen in der Anfangs-Viertelstunde a3 unter Beweiß gegen ein starkes Gegenüber auch auf die Chance warten zu können. Diese sollte sich nach Wiederbeginn erstmalig Markus Zmugg bieten - dessen Schuss fällt jedoch zu 111 unplatziert aus. Dann Spielminute 65: Ziga Vranicar kollidiert mit FCZ Torhüter Manuel Reinwald - Adanitsch der nächste Akt - der Unparteiische zückt den roten Karton wenngleich die ganze Szenerie doch einem Pressball sehr ähnlich war. Logische Konsequenz dieser Fehlpfiff-Serien war dann die unnötige Hektik die in sich den letzten zwanzig Minuten breit machte. Und der FC Zeltweg sucht dann in den Schlussminuten die Flucht nach vorne - dabei wird völlig "vergessen" dass man in nummerischer Unterlegenheit agiert. Und in Spielminute 88 wird der bärenstarke Aufsteiger für seine unentwegten Angriffs-Bemühungen auch belohnt. Marc Klicnik zirkelt dabei einen hohen Ball in den Gefahrenraum - zaudern in der DSC Hintermannschaft macht sich breit - Rene Fischer ist seinem zweiten Treffer zur Stelle - Spielendstand 2:2.

Fazit:
Drei Spiele - dabei vier Punkte gutgeschrieben - Liganeuling FC Zeltweg darf zweifelsfrei den Daumen oben halten. Gegen drei Gegner die möglicherweise in verschiedenen Tabellen-Gefilden angesiedelt sind wurde jedesmal mit einer spielerisch starken Darbietung aufgewartet. Gut möglich dass die Anhänger mit dieser Zeltweger Truppe noch viel Freude haben werden. Wie die 700 Zuseher gegen die Deutschlandsberger verdeutlichen lechzt der Murtaler Fußballfreund auch nach temporeichen Angriffsfußball - der permanent auf den Endzweck fokussiert ist.

Matchballspender: Elektro Köffel Zeltweg/Bahnhofstraße

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(by LUCI & INGO)

FC Zeltweg: Reinwald (3), Jusic (3) [76.] Krivic (2), Hirzberger (3), Hausberger (4), Stocker (3), Ritzmaier (3), Schlager (3), M.Klicnik (5), K.Klicnik (3) [66.] Pripfl (3), Zmugg (4) [81.] Zachorjansky (2), Fischer (5)

SC Deutschlandsberg: Krenn, Opreanovic, Sahiti (57.Kluge), Schmölzer (90.Arai), Vranicar, Leitinger, Tonami, Herzog, Fuchs, Dengg, Stanzer (46.Eibinger)

Gelbe Karten: Jusic, M.Klicnik bzw. Leitinger, Schmölzer, Dengg, Eibinger

Rote Karte: Reinwald (65.Torraub/Zeltweg)

Torfolge: 0:1 (4.Stanzer), 1:1 (40.Fischer), 1:2 (45+3. Dengg), 2:2 (88.Fischer)

Aichfeldstadion, 700 Zuseher, SR: Adanitsch Gerd - Grain Martin - Dolliner Ewald (Staffel Süd)

Spielvorschau:
In der kommenden Woche steht die einzige englische Runde im Herbst an. Der FC Zeltweg gastiert dabei in Heiligenkreuz/Waasen - eine Mannschaft die wohl zu den spielstärkeren in der Liga zu zählen ist. Wenn es Kapitän Rene Fischer & Kollegen aber gelingt weiter spielerisch zu überzeugen - sollte auch dort etwas zu holen sein.

Landesliga Runde 4/30:
Dienstag, 19.August, 19:00 Uhr
HEILIGENKREUZ/W. - FC ZELTWEG

Bereits am Freitag geht es dann mit dem nächsten Heimspiel weiter. Beim Aufsteiger-Duell geht es gegen das bestens aus den Startlöchern gekommene St.Anna/Aigen. Gegen den SC Liezen (4:0) und Lebring (2:0) konnte diese bereits zweimal in der Fremde voll anschreiben.

Landesliga Runde 5/30:
Freitag, 22.August, 19:00 Uhr
FC ZELTWEG - ST.ANNA/A.

Robert Tafeit

















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