Sechsertragerl beim Kehraus ...

Sechsertragerl beim Kehraus ...

Was beim FC Zeltweg auf eigener Anlage bestens von der Hand geht funktioniert in der Fremde ganz und gar nicht wunschgemäß. So bleibt es nach einer kollektiv grottenschlechten Darbietung - der einzigen nach dem Wiederaufstieg in die Landesliga - nach sieben Versuchen in Gratkorn bei einem einzigen Auswärtsdreipunkter.

Dabei beginnt die Begegnung für die Zeltweger verheißungsvoll - danach aber setzt es nach dem Süßen praktisch postwendend Saures:
Die Vorzeichen bei diesem Obersteirerderby - wo mit Briza bzw. Zmugg auf jeder Seite ein Leistungsträger vorgegeben werden muss - ließen doch Hoffnung unter den zum großen Teil mit Zeltweger Daumendrückern besetzten DSV-Stadion aufkommen. So musste der FCZ in den vergangenen acht Partien in Frohnleiten 11a gerade mal eine Niederlage hinnehmen - für die Leobner hingegen setzte 22 es zuletzt gleich drei Leermeldungen in Serie. Und die Früstük-Mannen beginnen die Begegnung überfallsartig - denn nach nur sieben gespielten Minuten ist Rene Fischer nach gefühlvoller Vorlage von Marc Klicnik mit dem 0:1 zur Stelle. Die Hausherren sind daraufhin bemüht zügig und schnörkellos nach vorne zu spielen - vorerst fehlt es aber noch an der erforderlichen Passgenauigkeit. Dann aber mit dem 1:1 in Spielminute 15 durch Norbert 5 Kerek - mit einem langen Passball wird die Zeltweger Hintermannschaft ausgehebelt - nimmt das Zeltweger Unheil frühzeitig seinen Lauf. Ähnlich dann das 2:1 nur vier Minuten später - wiederum erweist man sich im Defensivverbund als uneinig - Kerek hatte alle Zeit der Welt seine Farben in Führung zu bringen. Zwar lässt daraufhin Marc Klicnik noch mit einem Freistoß aus der Ferne aufhorchen - das vorwiegende Geschehen spielt sich jedoch vor dem Zeltweger Tor ab. 28.Minute: Einen Petkov-Schlenzer aus weiter Distanz kann FCZ Keeper Manuel Reinwald per Querlatte gerade noch entschärfen - beim Nachschuss trifft Unterkircher dann nur die Torlatte. Von diesem Zeitpunkt weg agiert der FC Zeltweg weitgehenst wie das Kaninchen vor der Schlange - das Resultat daraus sind zwei weitere Gegentreffer noch vor dem Halbzeitpfiff. 32.Minute: Nach einem Giermair-Eckball genießt Martin Petkov alle Freiheiten im Strafraum - aus wenigen Metern köpfelt er zum 3:1 ein. 39.Minute: Unterkircher bedient Lorenz Reisinger der den 4:1 Halbzeitstand markiert - der Dreitorevorsprung geht auch völlig in Ordnung wenngleich die Zeltweger es der Truppe von Gregor Pötscher beim Toreschiessen wahrlich nicht schwer gemacht haben.

Auch nach dem Seitenwechsel präsentiert sich der FC Zeltweg völlig von der Rolle:
So Tage wo im Fußball rein gar nichts gelingen will soll es ja geben - und genau einen solchen hat der FCZ an diesem Halloween Day nun mal erwischt. Denn bereits nur drei Minuten nach 11b Wiederbeginn taucht Unterkircher völlig allein vorm Tor auf - er scheitert aber an Torhüter Reinwald. Und in dieser Tonart geht es 3 munter weiter - während beim Aufsteiger so gut wie nichts zusammenläuft - es sollte auch zu keiner Tormöglichkeit in den zweiten 45 Minuten reichen - lässt DSV Leoben Ball und Gegner laufen. 56.Minute: Wie schon desöfteren reicht auch diesmal ein Zuspiel um die Zeltweger Abwehr Matt zu setzen - Petkov bedient Norbert Kerek der damit einen Triplepack in dieser Partie schnürt - 5:1. Die Leobner die sich ständig in Bewegung befinden sind den Gästen in puncto Einsatzbereitschaft bzw. Spielverständnis an diesem Tag einfach um Hauslängen voraus. Demnach kommt auch das 6:1 33 durch Marcel Steiner der alleinzulaufend in die Kreuzecke trifft nicht wirklich überraschend (64.). Danach hätte es noch dicker kommen können für den FC Zeltweg - Kerek lässt aber zwei Topchancen auf Treffer Nummer 7 ungenützt. Zeltweg steht nur einmal noch im Mittelpunkt und das unrühmlich - so sieht der kurz zuvor eingewechselte Anes Krivic nach offensichtlichen Foulspiel an Ulrich in Minute 76 noch den roten Karton - Spielendstand 6:1. Trotzdem aber überwintert der FC Zeltweg als Aufsteiger auf Tabellenplatz 5 - in Leoben aber wurden doch schonungslos die frappanten Defizite in der Abwehr-Allianz aufgezeigt.

Hinrunden-Fazit:
Lässt man den Zeltweger Herbst nach dem Wiederaufstieg in die Landesliga Revue passieren - kann man und daran kann auch das 1:6 bei DSV Leoben nichts ändern - durchaus positiv bilanzieren. 1113 Als bester Aufsteiger rangiert man am vorzeigbaren fünften Tabellenrang - wenngleich der Vorsprung auf den Dreizehnten Fürstenfeld gerade mal vier Zähler beträgt. Zur effektiven Abstiegszone hat man sich aber doch schon einen Punktepolster erarbeitet - wie zehn Punkte Guthaben auf St.Anna/A. untermauern. Vor allem auf eigener Anlage ist es dem FC Zeltweg vollauf gelungen den Fußball im Murtal wieder saloonfähig zu gestalten - Zuseherzahlen um die 700 waren keine Seltenheit. Und die Mannschaft wusste dies auch dementsprechend zu danken - als drittstärkstes Heimteam musste man in den vergangenen 21 Punktspiele nur ein einziges Mal die Segel streichen. Verbesserungspotential ist klarerweise auch immer gegeben - vor allem das Auftreten in der Fremde muss noch effizienter vonstatten gehen bzw. erscheint im Defensivbereich durchaus Handlungsbedarf gegeben.

HIER geht es zur BILDERGALERIE vom Match ++
by PURGSTALLER Richard bzw. 7 Privatbilder

DSV Leoben: Nömayer, Lechner, Schranz, Maier, Gruber, Giermair (74.Ulrich), Unterkircher (67.Troger), Petkov, Steiner (84.Heinemann), Reisinger, Kerek

FC Zeltweg: Reinwald (2), Jusic (1), Stocker (2), Hausberger (2), Rainer (2) [55.] Krivic (1), Schlager (2), Ritzmaier (2) [73.] Madl (2), Zachorjansky (1), K.Klicnik (2), M.Klicnik (3) [67.] Hirzberger (3), Fischer (2)

Gelbe Karte: K.Klicnik (Zeltweg)

Rote Karte: Krivic (76.Zeltweg)

Torfolge: 0:1 (7.Fischer), 1:1 (15.Kerek), 2:1 (19.Kerek), 3:1 (32.Petkov), 4:1 (39.Reisinger), 5:1 (56.Kerek), 6:1 (64.Steiner)

DSV Leoben Stadion, 530 Zuseher, SR: Strasser Klaus - Bektas Aldin - Hebesberger Udo (Staffel Graz)

Spielvorschau:
Das Landesliga-Herbstprogramm ist absolviert - der FC Zeltweg beendet die Hinrunde als bester Aufsteiger am starken fünften Tabellenplatz. Weiter geht es dann im Frühjahr 2015 am 13.März mit dem Auswärtsspiel in Fürstenfeld. Jetzt steht noch das Steirercupspiel beim Unterligaclub in Scheifling/Lorenzen an. Und der FC Zeltweg als Vorjahresfinalist will diese Hürde natürlich unbedingt nehmen - steht dem Winner doch ein Fixplatz im ÖFB Samsung Cups zu.

STEIRERCUP 5.RUNDE
Samstag, 8.November, 14:00 Uhr
SV SCHEIFLING/LORENZEN - FC ZELTWEG

Robert Tafeit






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